Der Herbst wie ich ihn mir erhofft hatte...

... tobt draußen. Es regnet und Eichenlaub weht ums Haus. In diesem Universum an wirbelnden Blättern und feucht-kaltem Wetter stellen sich die Wände meines Hauses tapfer dem Klima entgegen und bewahren mich davor die unangenehmen Aspekte dieses herrlichen Spektakels, in Form von nasser Kleidung und kalten Füßen, zu spüren zu bekommen.

Ich habe einen interessante Zuschrift in einem sozialen Netzwerk bekommen in der ich gefragt wurde wo ich mich selbst innerhalb der schwarzen Szene sehe.
Bei der Beantwortung der Nachricht ist mir Einiges erst selbst klar geworden.

Ich sehe mich als Goth, habe aber auf einige sehr oberflächliche Trends der Szene ein kritisches Auge. Der Cybertrend stört mich und ich freue mich manchmal auf den Tag an dem die Szene unpopulär geworden ist und man als Gufti endlich aufhören kann seine Zugehörigkeit zur Szene mit gemeingültigen Normen zu rechtfertigen. Die Cyberszene hat in den letzten Jahren begonnen starken Einfluss auf den Mainstream der Szene auszuüber, ein starker Zuwachs an Änhängern aus der Raver-Szene bringt eine gewisse Plumbheit in die Gothic-Szene, die ich nicht begrüße. Die Katergorisierung nimmt zu und mir graust vor dem Tag an dem man seinen Platz in der schwarzen Familie verliert sobald man der Unterteilung entsagt.

Gothic umfasst für mich weit mehr als ein plumbes Verhaltensschema von dem man nicht abweichen darf ohne als "unauthentisch" eingestuft zu werden.

Ich bin nicht mal 18, die alte Kultur der schwarzen Szene (80er Postpunk Bewegung) beeinfluss mich daher recht wenig. Gothic hat sich über die Jahre zu der facettenreichsten Subkultur entwickelt und ist mittlerweile so breit gefächert, dass sie eine Einteilung jedes Einzelnen nicht mehr zulässt. Daher erübrigt sich die Frage wo ich mich selbst in der Szene sehe.

Es widerspricht dem ursprünglichen Geist, den die Anhänger der schwarzen Szene teilen, sich einem Schema oder einer Modediktatur zu unterwerfen.


Gothic ist die Trauer um das gesellschaftliche System, das ist es was viele der engstirnigen Modegruftis so leichtfertig vergessen. In meiner Szenezugehörigkeit vereine ich eine bestimmte Ansicht von Gesellschaft, Kunst, Philosophie und


Nachdem das nun gesagt ist will ich aber die Kunst heute auch nicht zu kurz kommen lassen:

Das Bild ist Namenlos und ist durch den Horrorfilm "The Human Centipede" inspiriert.
Es ist ein typisches Beispiel für meine Neigung zur Biomechanik.

Din A4, Fineliner und Marker auf Papier

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