Die Revolution frisst ihre Kinder

Wir sehen Es, ohne Es zu bemerken. Was uns antreibt und und zu strebenden Wesen macht ist die Veränderung und der Fortschritt, die Revolution. Im kleinen wie im großen Maßstab gebährt sie ununterbrochen Kinder, die anfangs in ihrem Enthusiasmus gedeihen, doch nicht lange. Ideale, die der Mutter anfangs so wichtig waren werden über den Haufen geworfen, vergessen und ignoriert. Was sie nun zeugt sind Fehlgeburten, die Kinder bleiben nicht lange am Leben und Mutter Revolution beginnt sich zu nähren. Die Revolution frisst ihre Kinder, ihre Sprösslinge und Zöglinge.In gewisser Weise verschlingt sie nun auch sich selbst, in Widersprüche verstrickt, wirtschaftet sich die Mutter selbst herunter.
Sichtbar wird dieses Phänomen bei Jugendszenen wie dem Punk, der schwarzen Szene und der Hippie-Bewegung. Wo immer Mutter Revolution vom vielen Gebähren hunrig ist, frisst sie. Die Schwarze Szene ist seit Jahren auf einem Weg der Steil bergab führt, Perspektivenlosigkeit und Trenddiktatur zerstören die Szenen von innen.
Das Spirchwort "Die Revolution frisst ihre Kinder" ist mir lange im Kopf herumgegeistert und ich habe mich entschlossen eine große Arbeit zu dem Thema zu machen. Die Revolution soll als gebährende Mutter dargestellt werden, die in einer grotesken Verenung ihr Neugeborenes verschlingt. Ich habe bereits erste Skizzen und werde sie, da ich plane diese aufwändige Arbeit detailierter zu dokumentieren, hier posten.

 Das ist eine der ersten Ideen, noch sehr impulsiv. Ich ringe immernoch mit mir wie der Mund aussehen soll.
Die Art der Verrenkung hat sich später noch geändert, doch anfangs war ich sicher eine Position darstellen zu können, bei der Mutter quasi auf dem Bauch liegt.  Diese schwierige Vorstellung habe ich schnell verworfen, als ich auf der Suche nach Inspirationen auf einen andere Haltung stieß.




Hier sieht man die neue Alternative: In einem akrobatischen Balanceakt stützt sich Mutter Revolution auf ihre Arme, biegt den Rücken bis kurz vor dem Brechen und streckt ein Bein in die Höhe. Sie gebährt das Kind direkt in ihren Schlund. Wie der aussehen soll bin ich mir noch nicht sicher. Der Rechts dargestellte ist sehr unmenschlich, man kann keine Verbindung zur Mutter aufbauen, das sie einem nicht als Person erscheint, andererseit verseutlicht dieser Mund den Charakter der Prozedur. Widernatürlich.
Meine Zweite Option ist ein beinahe normaler Menschenkopf. Nur soll er bis zum Hals hinab in einem sauberen Winkel auseinander klaffen.

             
                       Wofür ich mich entscheide weiß ich noch nicht,
                       gewiss ist nur, dass sich das Motiv auf
                       seinem Weg zur großformatigen Darstellung
                        noch viel verändern wird.

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