Grafik: Triste Liaison

Nach einer langen Pause habe ich mal wieder ein großformatiges Bild angefangen. Was bisher zu erkennen ist, gefiehl mir gut genug um ein paar Bilder zu machen und es zu kommentieren.
Inhaltlich soll es letzendlich um das alte Thema gehen: Mesch und Maschine. Die alte Idee die sich auch bei Giger wiederfindet. Derartiges habe ich schon zuvor zur Genüge gemacht und das Bild wäre auch keine Erwähnung wert, wenn ich die Thematik nicht mittlerweile mit anderen Augen sehen würde. Des Weiteren wage ich mittlerweile etwas mehr den Weg ins Explizite und Sexuelle. Ein Bereich von dem mich bisher überkommene Tabuvorstellungen abgehalten haben.

Ich bei der Arbeit (JA! Das ist eitel)


Nun aber mal konkret, Was ist dargestellt? Das Bild zeigt einen Mann mit comicartigem Gesicht und einem verstümmelten Arm der in eine brennende Zigarette mündet.
Ein mechanisches Konstrukt mit künstlich wirkenden Brüsten und einem skelettierten Schädel hat einen Arm in seinen Nacken gelgt und drückt sich an ihn. Aus dem Oberkörper des Biomechanoiden wächst ein fleischiger Strang der sich öffnet um den erregierten Penis des Mannes zu verschlingen. Das Szenario ist eine abstrahierte Darstellung des Sexualaktes. Ergänzt wird das ganze durch surreale Elemente wie eine Schere anstelle eines Ellenbogens oder ein Burger der das Gehirn des Biomechanoiden ersetzt.
Die Deutung des Bildes sollte, denke ich, selbst dem beschränktesten NPD-Wähler leicht fallen.

Die nebenstehende Aufnahme ist leicht nachbearbeitet. Die Umgebung ist ein wenig abgedunkelt (Wen interessiert denn schon mein Bücherregal) und die Farbwerte sind etwas korrigiert um dem Original näher zu kommen.



Detailaufnahme zur Verdeutlichung
Ich will die Aussage nicht weiter ausführen und wende mich jetzt stärker dem Stil zu denn er ist es eigentlich der das Bild besonders macht. Schläuche und mechanische Bauteile sind Bildelemente die ich schon sehr lange benutze. Hier greife ich sie in Kombination mit meinem mittlerweile gewandelten Stil wieder auf kann somit sowohl auf Bewährtes zurückgreifen, als auch Neues ausprobieren. Das Gesicht des Mannes ist der schwerpunktmäßige Beleg für die Verwendung meiner neuen Einflüsse und Ideen. Hier habe ich mich nicht auf naturalistische sondern eher auf abstrahierte Zeichnung gestützt um den Ausdruck zu steigern. Außerdem weist das Bild die gleiche Tendenz auf wie meine derzeitigen Skizzen insgesamt: Eine Parrallele zur Karrikatur. Die Inhalte des Bildes werden so simpel und vordergründig in dumpfe Hüllen verpackt, dass dem Betrachter die Deutung regelrecht aufgedrängt wird.
Gut so, ist wichtig.

Ich schreibe nochmal was drüber, sobald es fertig ist.



Bis dahin,
Linus

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