Stimmungsbild: Schreiben und schreiben lassen

Guten Abend liebe Leser_Innen,


seid mir ganz herzlich gegrüßt. Als ich mich vor einigen Tagen durch einen Zufall der Herausforderung ausgesetzt fand, eine Stunde in der Nienburger Innenstadt totschlagen zu müssen, trugen mich meine Füße zunächst ziellos umher. In der vagen Hoffnung, einen netten Bücherladen zu finden strich ich durch die Altstadt, die zu gegeben früher Stunde nur wenig bevölkert, jedoch nicht unbelebt war. Ohne Zeitdruck oder Ziel schlendernd, schwand mein Glaube daran, hier ein Geschäft zu finden, das mich reizen könnte. Als ich schon glaubte, der lokale Büchermarkt wäre vollständig in der Hand austauschbarer Großhandelsfilialen (Weltbild, Bertelsmann...) fiel mein Blick auf ein blaues, malerisches Altstadthaus. In verspielten Lettern zierte der Name „Bücherbutze“ die schmuckvolle Optik des Geschäfts. So trat ich ein und fand meine Hoffnungen erfüllt: Ein kleiner Laden mit hohen Regalen und einer netten Auswahl zeitgenössischer Literatur. Nach einem kurzen Gespräch und dem Versprechen der Wiederkehr verließ ich mit zwei neuen Schätzchen das Geschäft. 
Zum Einen wäre da Daniel Graebers „Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus“ zum Anderen „Marxismus - Ein Sachcomic“ von Rupert Woodfin und Oscar Zarate. Ich denke ich werde viel Spaß mit den Beiden haben auch wenn ich zurzeit noch mit „Die Entzifferung der Schmetterlinge“, einem Roman von Stephan aus dem Siepen zu tun habe. Die Bücherbutze werde ich ohne Frage bei Zeiten wieder aufsuchen. Sie hat gute Chancen, neben dem Antiquariat an der Limmer Straße, zu meinem Lieblingsbuchladen zu werden. 

Auch ich selbst habe es wieder mit dem geschriebenen Wort versucht und stolperte am 27.7. auf die Bühne des SPAM!-Poetry Slams in Hannover. Nennenswerte Siege ließen sich für mich nicht erstreiten aber das war mir erstaunlich gleichgültig. Dank geht an alle Gäste, die da waren und für tolle Stimmung gesorgt haben und die anderen Poeten die sich unter den achtsamen Augen von Elias und Florian auf die Bühne gestellt haben. Es war ein schöner Abend. Ein dicker Sonderdank geht dazu an meine guten Leute im Publikum. An Tim, Antonia, Ole, Jost, Nadine und Anna, von denen kaum eine_r das hier lesen wird. Ich freue mich auf den Auftritt am kommenden Samstag auf dem Fährmannfest. Kommt alle, kost' ja nüscht. Schaut dazu ruhig auf meiner Termine-Seite vorbei. Hier auf dem Blog gibt es nächste Woche wieder ein wenig Lyrik.


Liebe Grüße,
Euer Linus Misera

 
Das Foto stammt von Kevin Münkel. Großen Dank dafür. Besucht unbedingt seine Website.



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