Aus dem Skizzenbuch: Eine Nacht mit Lovecraft

Guten Abend liebe Leser_Innen,

um Euch dafür zu entschädigen, dass ich mich die vergangenen Tage über nur unregelmäßig gemeldet habe und am Samstag kein Bild zu beschauen war, gibt es heute Abend eine ganze Reihe von Skizzen. Sie alle habe ich gestern Nacht zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang gefertigt, während ich der Lesung von H.P. Lovecrafts „At the Mountains of Madness“ lauschte. Mit den Fertigkeiten, mit denen dieser Prinz der Schauerliteratur es vermochte, ein Gefühl des kosmischen Grauens aufsteigen zu lassen, war ich aus „Der Ruf des Cthulhu“ noch vertraut. Doch nie zuvor hatte mich eine seiner Erzählungen so gepackt, dass ich nicht aufhören konnte.
Wer jetzt erwartet, die Ergebnisse meiner Arbeit unter diesem Einfluss seien durchweg düsterer Natur, irrt sich. Folgt mit und wir gehen die Bilder gemeinsam durch.

Als erstes hätten wir hier „Der Rückkehrer“. Er ist weniger eine Illustration der Geschichte, als vielmehr ein Portrait der unbeschreiblichen Stimmung in Lovecrafts Geschichte.


„Der Rückkehrer“
Misera/ 2013


Auch „Die alten Wächter der arktischen Nekropolis“ sind der Erzählung in kaum mehr als der Hinsicht ihres Namens entnommen. Dennoch zeugen auch sie, zumindest für mich, von der jenseitigen Unbeschreiblichkeit dessen, was die Expedition um den Geologen William Dyer entdeckt.


„Die alten Wächter der arktischen Nekropolis“
Misera/ 2013

Wesentlich konkreter ist da schon „Das alte Wesen“. Auf diesen Namen taufen die Entdecker ihre Funde in der Arktis. Die Illustration zeigt vier der Auswüchse, die laut Lovecraft an den oberen Enden des Wesens in undeutbare Fortsätze münden. 


„Das alte Wesen“
Misera/2013


Das einzige greifbar dunkle Bild dieser Nacht ist „Die Schatten aus der Zeit“. Ebenfalls einer Lovecraft-Erzählung entlehnt.


„Die Schatten aus der Zeit“
Misera/2013


Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend. Lasst mir Eure Meinung da.
Euer Linus Misera

1 Kommentar:

  1. Besonders das letzte Bild hat es mir angetan. Die dunklen Gestalten sind mir beim ersten Hinsehen gar nicht aufgefallen (hatte die Bildschirmhelligkeit ganz runtergeschraubt und wunderte mich über die hellen Flecken :D).
    Wunderbar gemacht... irgendwie erinnert mich das an die Gestalten, die ich mir einbilde, wenn ich abends durch das Industrieviertel laufe und nicht weiß, was in den Schwarzen Nirschen zwischen den Häusern ist. :)

    Liebe Grüße > darkest.heart

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